Über uns
Lina Martinović & Zola – ein Team mit Herz und Pfoten
Wer bin ich?
Mein Name ist Lina Martinovic, geboren 1999. Als Gerontotherapeutin (B.Sc.) mit dem Schwerpunkt Prävention und ausgebildete medizinische Fachangestellte verbinde ich medizinisches Fachwissen mit therapeutisch-pädagogischer Erfahrung im Umgang mit Menschen aller Altersgruppen.
Meine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten habe ich in einer allgemeinmedizinischen Praxis mit palliativem Schwerpunkt absolviert. Anschließend war ich mehrere Jahre in einer kinderärztlichen Praxis tätig und konnte dabei wertvolle Einblicke in die unterschiedlichen Bedürfnisse, Entwicklungsphasen und Ressourcen von Kindern gewinnen.
Darüber hinaus habe ich über anderthalb Jahre als Gerontotherapeutin in einem Seniorenheim gearbeitet und dort Menschen im höheren Lebensalter begleitet. Diese Erfahrungen ermöglichen es mir, sowohl im pädiatrischen als auch im geriatrischen Bereich individuell und ganzheitlich zu arbeiten.
Aktuell arbeite ich selbstständig an einem Förderprojekt in der Gemeinde Altenberge. Dieses richtet sich an Seniorinnen und Senioren ohne bestehenden Pflegebedarf und verfolgt einen präventiven Ansatz mit dem Ziel, Selbstständigkeit, Lebensqualität und Gesundheit möglichst lange zu erhalten und einen Pflegebedarf hinauszuzögern.
Ergänzend habe ich eine Weiterbildung im Qualitätsmanagement abgeschlossen.
Schon früh wurde mein Wunsch geprägt, therapeutisch mit Tieren zu arbeiten. Ich hatte das große Glück, mit einem Hund aufzuwachsen, und habe dabei erlebt, wie positiv sich Tiere auf das Wohlbefinden, die Entwicklung und die emotionale Stabilität auswirken können. Nach meinem Fachabitur im Bereich Soziales und meinem Studium der Gerontotherapie stand für mich daher schnell fest, diesen Weg beruflich zu verfolgen. Gemeinsam mit meiner Hündin Zola habe ich die Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam an der Steinfurter Akademie für tiergestützte Therapie absolviert. Die Kombination aus wissenschaftlicher Fundierung und praxisnaher Ausbildung war mir dabei besonders wichtig. Seit Februar 2026 sind wir ein zertifiziertes Therapiebegleithundeteam nach den Standards der ESAAT (European society for Animal Assisted Therapy).
Neben meiner therapeutischen Tätigkeit trainiere ich eine Männerballett-Tanzgruppe – eine Aufgabe, die für mich ebenfalls Ausdruck von Gemeinschaft, Bewegung und Lebensfreude ist.
Das ist Zola
Zola ist eine ruhige, liebevolle und sehr feinfühlige Hündin, die sich durch ihre besondere Fähigkeit auszeichnet, individuell auf ihr Gegenüber einzugehen. Sie baut schnell Vertrauen auf und schafft eine sichere, wertschätzende Atmosphäre, die für die therapeutische Arbeit von großer Bedeutung ist.
In der tiergestützten Therapie kann Zola unterschiedliche Rollen einnehmen – beispielsweise als Motivatorin, Aktivatorin oder auch als Signalgeberin. Gleichzeitig eröffnet sie den Klientinnen und Klienten die Möglichkeit, selbst neue Rollen zu erleben: etwa Verantwortung zu übernehmen, Fürsorge zu zeigen oder aktiv Übungen anzuleiten.
Durch die Interaktion mit Zola können Verhaltensweisen sichtbar gemacht und gespiegelt werden. Dies ermöglicht einen neuen Zugang zu eigenen Emotionen und unterstützt dabei, neue Handlungsstrategien zu entwickeln.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Kontakt zu Tieren positive Effekte auf Körper und Psyche haben kann. So kann beispielsweise das Streicheln eines Hundes zur Reduktion von Stress beitragen und mit einer Senkung von Herzfrequenz und Blutdruck einhergehen (vgl. Beetz et al., 2012; Odendaal & Meintjes, 2003).
Die tiergestützte Arbeit mit Zola kann unter anderem:
- Lebensfreude und Wohlbefinden fördern
- Motivation und Aktivität steigern
- Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Konzentration unterstützen
- Bewegung und Motorik aktivieren
- Soziale Interaktion und Kommunikation fördern
- Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit stärken
- Emotionale Stabilität unterstützen und Stress reduzieren
- Verantwortungsbewusstsein fördern
Mit ihrem ruhigen, ausgeglichenen Wesen und ihrer freundlichen Art bringt Zola ideale Voraussetzungen für die tiergestützte Therapie mit und ist ein wertvoller Teil unseres gemeinsamen therapeutischen Angebots.
Quellen:
Beetz, A., Uvnäs-Moberg, K., Julius, H., & Kotrschal, K. (2012). Psychosocial and psychophysiological effects of human-animal interactions. Frontiers in Psychology.
Odendaal, J. S. J., & Meintjes, R. A. (2003). Neurophysiological correlates of affiliative behaviour between humans and dogs. The Veterinary Journal.
Was bedeutet tiergestützte Arbeit?
Tiergestützte Arbeit beschreibt den gezielten und geplanten Einsatz eines Tieres, um therapeutische, pädagogische oder soziale Prozesse zu unterstützen.
Das Tier wirkt dabei wie eine Brücke zwischen Fachkraft und Mensch. Es erleichtert den Zugang, baut Hemmungen ab, fördert Motivation und schafft eine positive, vertrauensvolle Atmosphäre. Besonders in Situationen, in denen Worte schwerfallen, kann das Tier einen niedrigschwelligen Zugang ermöglichen und Begegnungen auf einer emotionalen Ebene fördern.
Wichtig ist dabei: Das Tier handelt niemals eigenständig im therapeutischen Sinne, sondern ist immer eine unterstützende Ergänzung. Die Fachkraft bleibt die verantwortliche und handelnde Person, die den Einsatz strukturiert, zielgerichtet plant und fachlich begleitet.
Tiergestützte Arbeit kann in allen Altersgruppen wertvolle Impulse setzen. Sie fördert unter anderem Konzentration, Kommunikation, Motorik und Selbstbewusstsein, unterstützt emotionale Stabilität und hilft dabei, individuelle Ressourcen sichtbar zu machen. Darüber hinaus kann sie Lern- und Entwicklungsprozesse positiv beeinflussen und strukturierend im Alltag wirken.
Auch auf körperlicher und emotionaler Ebene können sich positive Effekte zeigen: Der Kontakt zu Tieren kann zur Entspannung beitragen, Stress reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden steigern.
Ein besonderer Wert der tiergestützten Arbeit liegt darin, dass sie Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht. Das Tier bewertet nicht, reagiert unmittelbar und authentisch und schafft dadurch einen geschützten Raum, in dem neue Erfahrungen gemacht und persönliche Entwicklungsschritte angestoßen werden können.
Qualifikationen auf einen Blick
Fundierte Ausbildung für professionelle tiergestützte Arbeit
Medizinische Fachangestellte (MFA)
Fundiertes medizinisches Wissen als Grundlage
Gerontotherapeutin (B.Sc.)
Therapeutisch-pädagogische Erfahrung mit allen Altersgruppen
Pädiatrische Erfahrung
Fast drei Jahre Arbeit in einer pädiatrischen Praxis
SATTT-Ausbildung
Therapiebegleithundeteam – Schule für tiergestützte Therapie & Training
ISAAT-Standard
International Society for Animal Assisted Therapy
Geriatrische Tätigkeit
Erfahrung in der Arbeit mit älteren Menschen
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